Kollegiale Fallberatung – neuer Fachartikel erscheint Ende März 26
Die Kollegiale Fallberatung hat sich als lösungs- und ressourcenorientierte Methode seit mehr als einem Jahrzehnt zunehmend als eine wirksame Form der Personalentwicklung etabliert. Der Grundgedanke ist dabei nicht neu, wohl aber die Strukturierung und Präzisierung des Prozesses. Die Methode zeichnet sich durch ihren hohen Praxisbezug aus und ermöglicht, ein großes Spektrum von Themen und Inhalten gemeinsam zielführend zu reflektieren und effektiv zu bearbeiten. Gegenstand der Kollegialen Fallberatung sind herausfordernde Fragestellungen und Themen, die in Verbindung mit einem konkreten beruflichen Anlass stehen und die gemeinsam reflektiert und lösungsorientiert bearbeitet werden.
Im Rahmen einer qualitativen Studie wurde belegt, dass mit der etablierten Anwendung der Methode eine umfängliche Professionalisierung einhergeht. Diese basiert auf mehreren Faktoren, zu denen neben einem tieferen Fallverständnis aufgrund des konstruktiven Zugangs zu fremden Sichtweisen und Perspektiven, auch die jeweils erarbeiteten Lösungsstrategien für komplexe Herausforderungen in der Berufspraxis zählen, weil sie zur Erweiterung der Handlungskompetenzen beitragen (Hartung.2021).
Richten wir den Fokus auf die beruflichen Herausforderungen unserer Zeit, hat diese Beratungsmethode aufgrund des mehrperspektivischen Fallverstehens, der konsequenten Lösungsausrichtung und fachlichen Effizienz, das Potenzial, um inmitten knapper Ressourcen gelingende Handlungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen.
In dem Fachartikel erhalten Sie einen präzisen Überblick über die Merkmale, die Ablaufstruktur sowie Ziele und Nutzen der Beratungsmethode. Abschließend werden Voraussetzungen für gelingende Beratungsprozesse aufgeführt und fachliche Empfehlungen für eine nachhaltige Anwendung und Implementierung gegeben. Die Veröffentlichung bei nifbe.de (Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung e.V.) steht in Kürze an.